Fatale Folgen einer Geisterbeschwörung

Sie wollten doch nur ein Spiel spielen
– ohne zu ahnen, was sie damit tatsächlich anrichten.


Von den verheerenden Folgen einer außer Kontrolle geratenen „Seance“. Irgendwo in NRW, Oktober 2004

„Meint ihr wirklich, dass das eine so tolle Idee ist?“
„Nu’ mach’ dir nicht ins Höschen, Pia“, lachte eines der Mädchen, „was ist denn schon dabei? Das ist doch bloß ein Spiel.“
„Sagst du so.“
„Nein, sage ich nicht nur so – das IST so!“
„Na ja, Chris“, mischte sich Gabi, die Dritte im Bunde der drei jungen Frauen ein, „als Spiel würde ich sowas auch nicht gerade

bezeichnen. Wenn man bedenkt, was die darüber so alles schon im Fersehen gezeigt haben ...“
„Ts!“, tat Chris die Angelegenheit mit einer Handbewegung ab. „Ihr guckt zu viel Fernsehen. Ist da doch bloß alles Film. Fake. Oder glaubt ihr allen Ernstes, dass sich wirklich Geister über so ein Brettchen melden würden?“
„Und all die Bücher, wo über sowas was drin steht?“
„Bücher sind dazu da, um verkauft und gekauft zu werden. Einer schreibt was, ein anderer will’s lesen und bezahlt halt dafür ... ganz egal, für was fürn Quatsch, Hauptsache schön gruselig ist’s. Und genau so ist das mit so’n ,Hexenbrettchen’. Die Leute – wie du, Pia – lesen oder sehen was darüber und meinen dann Gott weiß was für schreckliche Dinge damit angestellt werden können. Aber ich werde euch zeigen, dass nix, aber auch rein gar nix dahintersteckt ... außer, dass es ein lustiger Abend werden kann ... wenn genug Knabberzeug und was zu trinken dabei ist!“
Damit war für Chris (zum damaligen Zeitpunkt 27 Jahre) die Disskussion beendet.
Umgehend machte sie sich daran, ihr am Vormittag angeschafftes „Ouija-Brett“ mittig auf den kleinen Küchentisch in ihrem Apartment zu platzieren. „Jetzt setzt euch schon!“, wies Chris ungeduldig an. „Wir wollen die Geister doch nicht lange warten lassen, oder?“
„Müssen wir denn nicht für unseren Schutz sorgen? Kerzen, ein Kreuz oder Räucherstäbchen oder sowas?“
„Okay, okay, okay“, zeigte sich auch Chris überraschenderweise sofort einverstanden. „Ich stell noch rasch, zwei, drei Kerzen hin ... romantisches Ambiente, sozusagen. Allerdings, meine liebe Pia, wenn du dir schon solche Fernsehsendungen reinziehst, dann achte dabei auch auf die Feinheiten. Mit so ‘nem Räucherzeugs vertreibt man nämlich die Gespensterchen und lockt sie gar nicht erst an. Das habe ICH nämlich bei so einer Sendung mal gesehen!“ Damit wandte sie sich ab, ging an den Kühlschrank und holte eine Flasche Hochprozentiges heraus, stellte sie auf den Küchentisch, wo bereits drei Gläser parat standen.
In drei Schalen hatte sie ebenfalls schon unterschiedliche Knabbereien vorbereitet.

Nach dem Einschänken (halbvolle Limonadengläser!) kramte sie noch aus einer Schublade der Anrichte ein paar Kerzen hervor.
„So Kinder, dann auf einen tollen Abend. Prösterchen.“
Auch Pia (25) und Gabi (31) bedienten sich.

„Aber nicht mogeln, vonwegen drücken und schieben oder so.“
Gabi blickte bei ihren Worten die ihr gegenüber sitzende Pia an. Danach sah zu der links von ihr sitzenden Chris:
„Und du bist dir da vollkommen sicher, dass da nichts passieren kann?“
„Denk doch mal logisch, Gabi. Hätte ich mir das Ding gekauft, wenn ich wüsste, dass mir oder uns dadurch irgendeine Gefahr droht? Doch wohl nicht, oder?“
„Hmm“, machte Gabi, „na gut, fangen wir an“, und streckte ihre Hand nach der auf der Mitte des Ouija-Brettes ruhenden Planchette.
Chris und Pia taten es ihr nach.
„Wen wollen wir denn überhaupt rufen?“, wollte Pia wissen.
„Egal“, antwortete Chris, „kommt doch eh keiner!“

Doch damit sollte sich die junge Frau schwer getäuscht haben! Denn als sie nach rund einer halben Stunden „vergeblicher Liebesmüh“ mit in den Nacken verschränkten Armen zurücklehnte, rutschte die Planchette - im wahrsten Sinne des Wortes - wie von Geisterhand bewegt, an den rechten Rand des Ouija- Brettes!

„Was ... was war das denn jetzt?“, stammelte Gabi.
„Ich war das nicht!“, erklärte Pia entschieden.
„Vielleicht ist eine von euch an ein Tischbein gestoßen ...“, versuchte Chris eine rationelle Erklärung „aus dem Hut zu zaubern“.
Doch dagegen sprachen die nach wie vor ruhigen Flämmchen der beiden angezündeten Kerzen; und auch die absolut ruhenden und glatten Oberflächen der in den Gläsern noch vorhandenen Flüssigkeiten zeigten eindeutig, dass der Küchentisch nicht bewegt worden war.
Dann fiel eine der Kerzen um und erlosch, kurz danach schien die zweite Kerze einer größeren Hitze ausgesetzt zu sein, denn sie schmolz vor den Augen der drei fassungslos dreinschauenden Frauen und bildete alsbald eine kleine Wachslache, die sich bis an die Kante des Ouija-Brettes ausdehnte.
„Ach du dicke Schei ...!“, konnte es sich nun auch Chris nicht mehr verkneifen.
„Habt ihr das gesehen?“
Die beiden anderen Frauen brachten keinen Ton heraus, nickten nur mechanisch mit den Köpfen.
„Ich hab’s doch gesagt, dass ist keine so tolle Idee“, hauchte Pia, „was ... was machen wir denn jetzt?“
Die Angst ließ ihre Stimme vibrieren. Nicht viel besser schien es auch Gabi zu ergehen: „O o, wer weiß, was da noch kommt ...“
Sekunden später erhielt sie Antwort!
Erneut machte sich die Planchette selbständig und rutschte über das Brett, wanderte sozusage von Buchstabe zu Buchstabe, ohne dass die Frauen zunächst begriffen, was da vor sich ging.
Chris fand als erste die Sprache wieder: „Okaay, okay, okay, ich nehm jetzt mal vorerst alles zurück und behaupte das Gegenteil. Das hier ist ja offensichtlich alles andere als normal, oder wie seht ihr das?“
Wieder nur stummes Kopfnicken.
Chris verdrehte die Augen: „Jetzt sagt doch auch mal was!“
„Na ja, das Dings da hat sich bewegt - von alleine!“, brachte Gabi über ihre Lippen.
Pias Nerven standen offensichtlich vor einer Zerreißprobe, sie zitterte am ganzen Körper als sie weinerlich hauchte:
„Ich hab’s euch gesagt, dass was passieren würde.“
„Ich hab euch gesagt, dass was passieren würde“, äffte Chris augenblicklich nach. „Was ist denn passiert, eh? Nix ... na ja, so gut wie nichts. Es hat sich bewegt, ja. Sogar von alleine. Ist uns was passiert? Nein. Oder?“
Nachdem die beiden erneut nur nickend zustimmten, erklärte Chris rigoros:
„Gut. Nehmen wir mal an, dass man mit so einem Brett tatsächlich einen Geist rufen kann und ein solcher ist jetzt hier bei uns – was machen wir weiter?“
„Fragen, wer er ist und wie er heißt?“, vermutete Gabi.
Chris nickte zustimme: „Ware doch schonmal ein Anfang, oder? Also .... Geist ... wer bist du und wie heißt du?“
Als sich aber nach einer Weile rein gar nichts rührte: „Na wird’s bald?! Wer bist du? Wie heißt du?“
Chris fühlte sich irgendwie herausgefordert. Doch nichts rührte sich.
Den ganzen weiteren Abend lang tat sich nichts mehr, so dass sich Pia und Gabi gegen 23:00 Uhr schon von Chris verabschieden wollten, als die Planchette ohne jedwede Einwirkung von außen hochschnellte und gegen die Wand klatschte.
Zeitgleich schrien und sprangen die drei Frauen auf, klammerten sich aneinander.
Pias Stuhl kippte nach hinten und landete über den Boden rutschend an den Heizkörper.
Gabi fühlte einen Stoß in den Rücken, der sie einige Schritte nach vorn stolpern ließ und Chris fand sich Sekunden später auf dem Boden wieder – irgendwer oder irgend etwas hatte ihr buschstäblich den Boden unter den Füßen fortgezogen!

Am folgenden Tag suchten Chris und Gabi einen Mann auf, von dem sie wussten, dass er sich mit derlei und ähnlichen Phänomenen beschäftigte. (Anm.: Von ihm haben wir auch diesen Bericht erhalten. Der Mann möchte jedoch nicht namentlich benannt werden, er
habe sich - auch von irdisch-behördlicher Seite her - schon genug Stress und Unannehmlichkeiten wegen solchen „unerklärlichen“
Vorfälle eingehandelt.)
Zu dritt begeben sie sich zu Chris’ Wohnung, allerdings schließt Chris dem Mann nur auf, sie selbst und Gabi bleiben draußen im Treppenhaus.
Kommentar des Mannes: Zunächst einmal konnte ich nach Betreten der Wohnung nichts Außergewöhnliches feststellen. Sofern man das Vorhandensein eines „Witchboards“ (Ouija-Brett) auf einem Küchentisch als „normal“ ansieht.
Aber bis auf eben dieses Brett konnte ich nichts Außergewöhnliches feststellen. Ich rief die beiden Frauen zu mir herein, die aber nur sehr zögernd meiner Aufforderung nachkamen.
Als ich den beiden sagte, dass hier rein gar nichts sei, fassten sie schnell neuen Mut und plapperten wie auf Kommando und wild und chaotisch drauflos, um mir (vermutlich, denn so richtig war nicht viel zu verstehen) nochmal alles haarklein zu erzählen, was sich am gestrigen Abend hier abgespielt hatte.
Als die beiden (endlich) den Mund hielten, nahm ich das Ouija-Brett näher in Augenschein, ebenso die Planchette, die jedoch nicht am Boden vor einer Wand gelegen hatte, wie Chris mir zuvor gesagt hatte, sondern mitten auf dem Brett stehend.
Auch von den angeblich geschmolzenen Resten einer Kerze konnte ich absolut nichts entdecken. Wohl zwei Kerzen, die in kleinen gläsernen Haltern auf dem Fens terbrett der Küche standen.
Als ich Chris darauf ansprach, schüttelte sie nur den Kopf und sagte, dass sie schwört, dass eine der Kerzen völlig geschmolzen wäre. Was mir auch ihre Freundin bestätigte.
Danach haben wir uns an den Küchentisch gesetzt und ich ließ mir von den beiden haarklein des Verlauf des vergangenen Abend erzählen, machte mir dabei schon so meine Gedanken und notierte mir noch so einiges mehr.
Als ich mich wieder verabschiedete, fragte Chris mich, ob das nun öfters passieren würde.
Was hätte ich antworten können? Eine Antwort konnte ich nicht geben. Jedenfals nicht zu diesem Zeitpunkt.


"Ich gehe meine Arbeit ein bisschen anders an, als die immer häufiger im Fernsehen zu sehenden „Geisterjäger“ und fand heraus, dass, bevor Chris ihre Wohnung bezog, diese fast ein halbes Jahr leergestanden hatte. Vor dieser Zeit hatte eine zänkische alte Zigeunerin dort regelrecht gehaust und alles verkommen lassen. Dass sie trotzdem Miete zu zahlen hätte, war ihr offenbar völlig egal, bezahlt hatte sie jjedenfalls nur einmal, für den Monat ihres Einzuges, weswegen es letztendlich zur Räumungsklage kam.
Ausgezogen ist sie dennoch nicht, sie starb in ihrer Wohnung, genauer: in der Küche, bevor man sie vor die Tür setzen konnte.

Es wäre natürlich jetzt reine spekulativ, hier eine Verbidnung zwischen den Vorfällen und dem Tod der alten Zigeunerin herstellen wollen, wobei ich diese Möglich aber auch nicht gänzlich ausschließen möchte. Vorrangiger aber stelle ich die dringende Warnung an all jene, die mit irgendwelchen Hilfsmitteln die „okkulte Seite des Daseins“ erforschen wollen.
Wozu das Ouija-Brett und das Gläser rükken zwar ausgezeichnet, aber auch die am meisten negativ behaftetsten Hilfsmittel sind.
Ganz wichtig ist auch, das sowas alles andere als ein „Spiel“ ist, hierdurch können Kräfte freigesetzt werden, von denen man gar keine Ahnung hat. Denn selbst man mit wirklich guten Vorsätzen „nur“ einen lieben Verstorbenen kontaktieren möchte, eines muss einem dabei stets klar sein: Du öffnest dabei ein imaginäres Tor, durch das zu allererst die negativ agierenden Geistwesen in die irdischreale Welt eindringen. Manche davon machen sich bemerkbar, andere nicht. Sie richten unbemerkt Unheil an – in jeglicher Hinsicht und auf jede erdenkliche Art und Weise.
Hast du „guten“ Kontakt, sei stets respektvoll und vergiss niemals ein Danke. Doch das Allerwichtigste, um sich und andere zu schützen, ist ... LASST DIE FINGER DAVON !!!"

Was ich jetzt noch hinzufüge, werden die meisten vermutlich als sprituellen oder esoterischen Nonsens abtun. Sollen sie nur, früher oder später werden auch solche Leute erkennen, dass es gerade die Spiritualität ist, die zu Vielem, was auf dieser Erde passiert, die Antworten kennt und auch preisgibt - man muss sich nur von ihr leiten und "aufklären" lassen, statt blind der herkömmlichen Wissenschaft. Um diese Tatsache nachvollziehbar zu machen, ein ganz simples Beispiel: Pol und Gegenpol. ALLES MUSS sich ausgleichen. (z.B.): Pol = schwarz, Gegenpol = weiß. Oben – unten, rechts – links, Materie - Geistiges (nicht Anti-Materie). Und Geist heißt Spirit, also Spirituelles.

Aber zurück zum Thema "Witchboard" oder Hexenbrett. Wenn ich sage, dass man die Finger dvon lassen soll, sage ich das nicht, um die Angst zu schüren, sondern weil NICHT NUR (theoretisch greifbare) negative Wesenheiten bzw. Energieformen in unsere Daseins-Ebene eindringen können, sondern auch NEGATIVE GEFÜHLSWELTEN (!). Auf solchen Wegen verbreiten sich auf der Erde Wut, Hass, Ängste, Gewalt etc. Haben die erst einmal Zugang in unsere Welt gefunden – und das haben sie bereits im Übermaß – strömen unablässig gleiche Negativ-Gefühle nach. Seht euch doch nur um! Mord und Totschlag sind überall an der Tagesordnung. Gewaltverbrechen in schockierendem Ausmaß bishin zu Kriegen und kriegsähnlichen Zustanden. "Gewinner" dabei GIBT ES NIE! Wohl aber - OPFER!
Merkt euch: je mehr negative Gedanken, Gefühle, Emotionen ihr freisetzt, um so negativer verhält sich euer Umfeld!
Wie oft höre ich: Was kann ich alleine schon groß ändern?
Dumme, faule Ausrede!, sage ich. Denn ein einziger Gedanke reicht schon aus, um die gesamte Welt zu verändern. Egal, ob es ein positiver oder negativer Gedanke ist, er wird zum Bestandteil des gesamten Universums. Und das Universum reagiert darauf. So oder so. Denn JEDE AKTION RUFT EINE REAKTION HERVOR.

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